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Methoden und Handlungshilfen

Handlungshilfen
© Yuliya – stock.adobe.com
Handlungshilfen
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Für die Gesundheitsberichterstattung (GBE) gibt es spezielle Empfehlungen zur Erhebung und methodischen Aufbereitung der Daten, also der Datenauswertung und Berichterstattung.

Auf dieser Seite werden im Folgenden unter Methoden die Datengrundlagen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD), des Zahnärztlichen Dienstes (ZÄD) und die Injury Data Base (IDB) näher beschrieben.

Unter Handlungshilfen werden Materialien bereitgestellt, die als Orientierung für die GBE im Land Brandenburg und auch auf Bundesebene hilfreich sind.

Methoden

Die Datenerhebungen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD) finden jährlich statt und schließen weitgehend alle Personen, die den zuvor definierten Kriterien entsprechen, ein. Damit sind die Erhebungen repräsentativ für diese Bevölkerungsgruppe. Im Land Brandenburg sind die Erhebungen also repräsentativ für Kinder im Alter von 30 bis 42 Monate, Einschüler und Schulabgänger (Jugendliche der 10. Klassen). Für die Einschüler findet die Erhebung sogar als Totalerhebung statt, da diese verpflichtend ist.

Im Zahnärztlichen Dienst (ZÄD) werden von den Kindern und Jugendlichen in Kindertages- und Tagespflegestätten sowie den Schulen landeseinheitlich standardisierte Angaben zur Zahn- und Mundgesundheit erfasst. Eine Besonderheit ZÄD ist, dass die durchgeführten gruppenprophylaktischen Betreuungsleistungen gem. § 21 SGB V Bestandteil der Gesundheitsberichterstattung sind. Sie werden schuljährlich nach landeseinheitlich festgelegten Standards und den Vorgaben der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) erfasst und ausgewertet.

Diese Art der Erhebungen ermöglicht valide Aussagen über die gesundheitliche Lage für diese speziellen Bevölkerungsgruppen und stellt eine Grundlage für die gesundheitspolitischen Entscheidungsprozesse dar.

Nähere Informationen zu den Untersuchungen finden Sie im Flyer und dem Handbuch zur KJGD-Untersuchung sowie im „Leitfaden für ZÄD der Gesundheitsämter im Land Brandenburg zur standardisierten Durchführung und Dokumentation zahnärztlicher Untersuchungen und präventiver Betreuungsprogramme“. Informationen über die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe sind unter www.brandenburger-kinderzaehne.de eingestellt.

Eine Übersicht zu den Kriterien und Inhalten der KJGD- und der ZÄD-Untersuchungen ist unter folgendem Link dargestellt:

Die Injury Data Base (IDB)

Die IDB des Landes Brandenburg stellt den Nutzern relevante Informationen über das Ausmaß von in Notaufnahmen behandelten Unfällen und deren Charakteristika zur Verfügung. Dabei wird neben Altersgruppen auch das Geschlecht bei der Art des Unfalls, dem Unfallhergang sowie dem Setting (Zuhause, Schule, Sport, Freizeit, Arbeit, im Verkehr) berücksichtigt.

Die IDB beinhaltet demnach Daten zu Unfällen und Verletzungen, die Zuhause passieren, zu Verletzungen beim Sport und in der Freizeit, beim Arbeitsplatz und im Straßenverkehr sowie zu Verletzungen durch Gewalt und durch Selbstverletzung. Dadurch kann diese Datenquelle zur Ermittlung lebensweltbezogener Risiken und settingbezogener Unfälle genutzt werden.

Die IDB des LAVG basiert auf den Daten von kooperierenden Kliniken und deren Notaufnahmen. In Brandenburg sind aktuell das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (CTK) sowie das Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam beteiligt.

Hinweise zur Datenerfassung:

Es werden sowohl bei den ambulant als auch stationär behandelten Patienten nach einem europaweiten Standard der Unfallhergang und die beteiligten Produkte dokumentiert und die Verletzung medizinisch klassifiziert. Ambulante Fälle werden jeweils am Mittwoch über den kompletten Zeitraum von 24 Stunden erfasst, die Werte anschließend mit dem Faktor 7 für die anderen Wochentage multipliziert. Dadurch können bei selten auftretenden Verletzungen Schwankungen auftreten.

Handlungshilfen

In der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) wurden in der Gesundheitsministerkonferenz Indikatoren beschlossen, die der Beschreibung der Gesundheit in der Bevölkerung dienen sollen. Der sogenannte Indikatorensatz der Länder in der Fassung von 2003 wird in der Gesundheitsberichterstattung der Länder umgesetzt. Die Indikatoren, welche die GBE in Brandenburg beinhaltet, sind auf der Gesundheitsplattform dargestellt. Der Indikatorensatz der Länder enthält nicht nur Empfehlungen für die Inhalte der GBE, sondern auch zur Datenauswertung und entsprechenden statistischen Methoden.

Zusätzlich hat das Robert Koch-Institut Empfehlungen und Leitlinien für die GBE herausgegeben, welche einen Rahmen schaffen für die Anforderungen an die GBE und die Sicherung guter Qualität unter Einhaltung bestimmter Standards (Gute Praxis GBE, Gute Praxis GBE 2.0).

Für Brandenburg im Speziellen wurde für die Beschreibung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen die soziale Ungleichheit thematisch aufgegriffen und in Form von Fragen bei der Schuleingangsuntersuchung aufgenommen. Dadurch ist eine Unterscheidung der Befunde nach sozialem Status möglich. Die Grundlage für die Bildung dieses Sozialstatus ist beschrieben bei Böhm et al. (2007).

Die Injury Data Base (IDB)

Die IDB des Landes Brandenburg stellt den Nutzern relevante Informationen über das Ausmaß von in Notaufnahmen behandelten Unfällen und deren Charakteristika zur Verfügung. Dabei wird neben Altersgruppen auch das Geschlecht bei der Art des Unfalls, dem Unfallhergang sowie dem Setting (Zuhause, Schule, Sport, Freizeit, Arbeit, im Verkehr) berücksichtigt.

Die IDB beinhaltet demnach Daten zu Unfällen und Verletzungen, die Zuhause passieren, zu Verletzungen beim Sport und in der Freizeit, beim Arbeitsplatz und im Straßenverkehr sowie zu Verletzungen durch Gewalt und durch Selbstverletzung. Dadurch kann diese Datenquelle zur Ermittlung lebensweltbezogener Risiken und settingbezogener Unfälle genutzt werden.

Die IDB des LAVG basiert auf den Daten von kooperierenden Kliniken und deren Notaufnahmen. In Brandenburg sind aktuell das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus (CTK) sowie das Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam beteiligt.

Hinweise zur Datenerfassung:

Es werden sowohl bei den ambulant als auch stationär behandelten Patienten nach einem europaweiten Standard der Unfallhergang und die beteiligten Produkte dokumentiert und die Verletzung medizinisch klassifiziert. Ambulante Fälle werden jeweils am Mittwoch über den kompletten Zeitraum von 24 Stunden erfasst, die Werte anschließend mit dem Faktor 7 für die anderen Wochentage multipliziert. Dadurch können bei selten auftretenden Verletzungen Schwankungen auftreten.

Handlungshilfen

In der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesgesundheitsbehörden (AOLG) wurden in der Gesundheitsministerkonferenz Indikatoren beschlossen, die der Beschreibung der Gesundheit in der Bevölkerung dienen sollen. Der sogenannte Indikatorensatz der Länder in der Fassung von 2003 wird in der Gesundheitsberichterstattung der Länder umgesetzt. Die Indikatoren, welche die GBE in Brandenburg beinhaltet, sind auf der Gesundheitsplattform dargestellt. Der Indikatorensatz der Länder enthält nicht nur Empfehlungen für die Inhalte der GBE, sondern auch zur Datenauswertung und entsprechenden statistischen Methoden.

Zusätzlich hat das Robert Koch-Institut Empfehlungen und Leitlinien für die GBE herausgegeben, welche einen Rahmen schaffen für die Anforderungen an die GBE und die Sicherung guter Qualität unter Einhaltung bestimmter Standards (Gute Praxis GBE, Gute Praxis GBE 2.0).

Für Brandenburg im Speziellen wurde für die Beschreibung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen die soziale Ungleichheit thematisch aufgegriffen und in Form von Fragen bei der Schuleingangsuntersuchung aufgenommen. Dadurch ist eine Unterscheidung der Befunde nach sozialem Status möglich. Die Grundlage für die Bildung dieses Sozialstatus ist beschrieben bei Böhm et al. (2007).

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