Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit
Guten Tag,
hiermit möchten wir Sie über aktuelle Themen, Berichte und Veröffentlichungen aus der Gesundheitsberichterstattung (GBE) des Landes Brandenburg informieren.
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Neues Online-Angebot: Interaktive Akteursübersicht und Angebotskompass der Gesundheitsförderung und psychosozialen Hilfen (GePsy)
Welche Angebote und Anlaufstellen gibt es bei psychischen Problemen und in der Gesundheitsförderung – und wer sind die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner? Antworten darauf bieten zwei neue digitale Angebote: der Angebotskompass und die Akteursübersicht. Beide Plattformen bündeln erstmals landesweit die vielfältigen Strukturen und Angebote in den Bereichen Gesundheitsförderung und psychosoziale Hilfen.
Offiziell vorgestellt und freigeschaltet wurden die beiden Plattformen am 17. September 2026 auf der Brandenburger Präventionskonferenz. Damit stehen Fachkräften, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ab sofort zwei miteinander verknüpfte digitale Angebote zur Verfügung, die Orientierung in der vielfältigen Angebot- und Akteurslandschaft Brandenburgs bieten und den Zugang zu Informationen erleichtern.
BJS6: Bericht zur sechsten Befragung „Brandenburger Jugendliche und Substanzkonsum“ veröffentlicht
Seit dem Schuljahr 2004/05 werden Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen im Land Brandenburg alle vier Jahre im Rahmen der Studie „Brandenburger Jugendliche und Substanzkonsum“ befragt. An der inzwischen sechsten Erhebungswelle der Studie, die erstmals vom LAVG geleitet wurde, nahmen 1.700 Jugendliche teil. Die Befragung erfasst neben dem Konsum von Alkohol, Tabak und Cannabis auch die tägliche Mediennutzung, Erfahrungen mit Cybermobbing und die Lebenszufriedenheit.
Ein zentraler Befund: Der regelmäßige Alkoholkonsum ist deutlich zurückgegangen. Während 2004/05 noch gut 26 Prozent der Jugendlichen angaben, mindestens einmal wöchentlich Alkohol zu trinken, waren es zuletzt rund 13 Prozent. Auch das regelmäßige Rauschtrinken ist über die letzten 20 Jahre kontinuierlich zurückgegangen (siehe Abb. 1).
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Abbildung 1: Regelmäßiges Rauschtrinken im Zeitverlauf BJS1 (2005) und BJS6 (2025)
Den vollständigen Bericht zur BJS6 mit zahlreichen interaktiven Abbildungen finden Sie unter nachfolgendem Link.
In der Kindernotaufnahme des Klinikums Westbrandenburg in Potsdam wurden zwischen 2021 und 2023 Daten zu 9.699 Verletzungsfällen von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren im Rahmen der europaweiten Injury Database (IDB) erfasst. Die Daten geben Einblicke in Unfallgeschehen, Verletzungsursachen, betroffene Körperregionen und die jeweilige Behandlung. So lassen sich häufige Verletzungssituationen identifizieren und Ansatzpunkte für gezielte Präventionsmaßnahmen ableiten.
Der nun veröffentlichte Bericht des LAVG wertet diese Daten umfassend aus und diskutiert die Ergebnisse. Er zeigt unter anderem, wo sich Kinder und Jugendliche am häufigsten verletzen und welche Körperteile besonders betroffen sind: Bei Säuglingen und Kleinkindern ereignen sich Verletzungen meist im privaten Wohnbereich, häufig am Kopf. Bei älteren Kindern spielen Unfälle in Schule oder Bildungsstätte eine größere Rolle, oft mit Verletzungen der Extremitäten. Jugendliche verletzen sich besonders häufig in Sportstätten. Ergänzt wird der Bericht durch Fokuskapitel zu Sport- und Transportmittelunfällen.
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Abbildung 2: Anteil der Verletzungsfälle nach verletztem Körperteil und dem Verletzungsort (IDB 2021-2023)
Den vollständigen Bericht zur IDB finden Sie unter nachfolgendem Link.
Neuer Bericht zur Mundgesundheit von Krippen- und Kindergartenkindern
Zum bundesweiten Tag der Zahngesundheit am 25. September 2026 wurde der Bericht „Mundgesundheit von Krippen- und Kindergartenkindern im Land Brandenburg - Ergebnisse aus der Gesundheitsberichterstattung des Schuljahres 2024/2025“ auf der Webseite des LAVG veröffentlicht und betrachtet die gesundheitliche Lage von Kindern in Kindertagesstätten und Tagespflege.
Den vollständigen Bericht zur Mundgesundheit finden Sie unter nachfolgendem Link.
Als eines von neun Bundesländern beteiligt sich Brandenburg mit Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen an dem Projekt AdiRaum 2.0 des Robert Koch-Instituts (RKI), das Daten der Länder zu Übergewicht und Adipositas bei Einschulkindern zusammenführt und vergleichbar macht. Die Daten werden im Rahmen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes in Form eines Dashboards visualisiert und zugänglich gemacht.
GBE im Fokus: Postpandemische Entwicklung akuter respiratorischer Erkrankungen im Land Brandenburg
Akute respiratorische Erkrankungen (ARE) sind Infektionserkrankungen der Atemwege, die durch eine Vielzahl von bakteriellen und viralen Krankheitserregern ausgelöst werden können [1]. Die Epidemiologie der ARE in Deutschland ist üblicherweise geprägt von einer starken Saisonalität in den Wintermonaten, wobei die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen zwischen 2020 und 2023 deutliche Auswirkungen auf die Zirkulation der ARE zeigten [2]. Insbesondere virale Erkrankungen wie COVID-19, Influenza und Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) können zu schweren Krankheitsverläufen führen. Impfungen stellen die zentrale Maßnahme zur Reduktion der Krankheitslast durch ARE, insbesondere bei vulnerablen Bevölkerungsgruppen, dar. [2-4].
Das Infektionsgeschehen von COVID-19, Influenza und RSV zeigte in der postpandemischen Phase eine ausgeprägte, jedoch erregerspezifische Saisonalität. Hierbei wurden je nach Erreger vorrangig die Jüngsten (0-1 Jahr) und/oder die Ältesten (80+) als besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen für Hospitalisierungen im Zusammenhang mit einer Infektion identifiziert. Gleichzeitig zeigten die Impfquoten für die STIKO-empfohlenen Altersgruppen eher einen rückläufigen Trend hinsichtlich der Inanspruchnahme von Schutzimpfungen, besonders für COVID-19 und Influenza (Abbildung 1).
Der aktuelle GBE im Fokus beleuchtet den postpandemischen saisonalen Verlauf von COVID-19, Influenza und RSV anhand der Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz und betrachtet in diesem Kontext auch die Inanspruchnahme der STIKO-empfohlenen Impfungen für die ausgewählten Erkrankungen.
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Abbildung 3: Zeitlicher Verlauf der Influenza-Impfquote im Land Brandenburg
Den vollständigen GBE im Fokus zur postpandemischen Entwicklung akuter respiratorischer Erkrankungen in Brandenburg mit drei interaktiven Grafiken finden Sie unter dem nachfolgenden Link.
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