GBE im Fokus: Sprach- und Sprechstörungen bei Einschulkindern
Sprach- und Sprechstörungen stellen in Brandenburg den häufigsten auffälligen Befund bei Einschulkindern dar. Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen zeigen häufig Schwierigkeiten im weiteren Schulverlauf. Betroffen sind beispielsweise das Leseverständnis, die Rechtschreibung und der mathematische Bereich [1]. Darüber hinaus haben Sprach- und Sprechstörungen Auswirkungen auf weitere Lebensbereiche. Betroffene Kinder weisen häufiger Ängste, Depressionen und Verhaltensstörungen auf. Kindliche Sprach- und Sprechstörungen können sich bis ins Jugend- und Erwachsenenalter auswirken [2]. Daher kommt der frühzeitigen Feststellung sowie der gezielten Förderung und Unterstützung betroffener Kinder eine besondere Bedeutung zu.
Im Schuljahr 2025 erhielten 21,9 % der Einschulkinder den Befund einer Sprach- und Sprechstörung. Jungen waren mit 25,6 % deutlich häufiger betroffen als Mädchen mit 18,0 %. Seit dem Schuljahr 2007 ist der Anteil an Einschulkindern mit Sprach- und Sprechstörung relativ um 16 % gestiegen (Abb. 1).
Der aktuelle GBE im Fokus beleuchtet die Prävalenz von Sprach- und Sprechstörungen bei Einschulkindern in Brandenburg sowie soziodemografische und familiäre Faktoren, betroffene Sprachbereiche und abgeleitete Maßnahmen.
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