GBE im Fokus: Krebsfrüherkennung in Brandenburg
Krebs zählt zu den häufigsten Todesursachen. Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Heilungs- und Überlebenschancen deutlich. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen daher die Kosten für regelmäßige, freiwillige Früherkennungsuntersuchungen. Anhand von Abrechnungsdaten gesetzlich Versicherter wurden Inanspruchnahmeraten von fünf Früherkennungsuntersuchungen für Brandenburg analysiert.
Die Daten zeigen eine höhere Teilnahmequote bei Frauen, insbesondere aufgrund der speziell für sie angebotenen Vorsorgeuntersuchungen. Die Brustkrebsvorsorge weist mit rund 51 % der 50-74-jährigen Frauen (2023-2024) die größte Reichweite auf. Knapp 45 % der anspruchsberechtigten Frauen ab 20 Jahren nahmen 2024 eine gynäkologische Krebsvorsorge wahr. Bei der Gebärmutterhalskrebsvorsorge erreichten die Raten zwischen 2021 und 2024 über 60 % in der Altersgruppe der 35-49-Jährigen.
Weniger als ein Drittel der anspruchsberechtigten Bevölkerung nutzte dagegen Haut-, Darm- und Prostatakrebsvorsorge (s. Abb. 1). Am Hautkrebsscreening nahmen 2023-2024 beispielsweise rund 27 % der Anspruchsberechtigten teil, Frauen etwas häufiger als Männer. Daneben waren auch Unterschiede zwischen Regionen und hinsichtlich regionaler sozioökonomischer Benachteiligung zu beobachten, am stärksten bei der Darmkrebsvorsorge.
Krebsfrüherkennung bleibt eine zentrale Maßnahme der Krebsbekämpfung. Um die Teilhabe zu verbessern, sind gezielte Informationsangebote, Aufklärung über Nutzen und Risiken sowie ein gleichberechtigter Zugang zu den Vorsorgeleistungen erforderlich.
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