Gesundheitsplattform

Neues Fenster: Bild vergrößern © stockpics Fotolia Ab sofort stehen die Ergebnisse der Untersuchungen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes zur Gesundheit von Jugendlichen 2015

und zur Gesundheit von Kleinkindern 2015 unter:

www.gesundheitsplattform.brandenburg.de

der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Gesundheit von Jugendlichen 2015

Die Daten beziehen sich auf die Untersuchungen von Jugendlichen im Schuljahr 2014/2015 im Land Brandenburg. Durch die Kinder- und JugendärztInnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD) wurden 12.671 Jugendliche, das sind 53%aller Schülerinnen und Schüler in Klassenstufe 10, untersucht. Das Durchschnittsalter betrug 16 Jahre.

Erfreulich war, dass sich durch die Einladung durch das Zentrale Einladungs- und Rückmeldewesen die Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung J 1 mehr als verdoppelt hat (von 24% in 2008 auf 58% in 2015).

Mehr als jeder zweite Jugendliche (55%) wies mindestens einen medizinisch relevanten Befund auf. Bei einem Drittel aller Jugendlichen wurde eine Empfehlung zur weiteren Diagnostik ausgesprochen.

Häufige Befunde waren:

  1. Sehfehler (Mädchen 18%, Jungen 16%)
  2. Fehlstellungen der Wirbelsäule (Mädchen 12,5%, Jungen 11 %)
  3. Allergische Atemwegserkrankungen (Mädchen 11%, Jungen 12%)

 Gesundheit von Kleinkindern 2015

Die Daten beziehen sich auf die Untersuchungen von Kleinkindern im Zeitraum 2014/2015 im Land Brandenburg. Durch die Kinder- und JugendärztInnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD) wurden 13.636 kleine Kinder untersucht, das sind 68% aller Kinder im Alter von 2,5-3,5 Jahren.

Medizinisch relevante Befunde wurden bei 35 % dieser Kinder festgestellt und ein Fünftel der Kinder wiesen dabei drei oder mehr Befunde auf.

Die häufigsten Befunde waren:

 - Sprach- und Sprechstörungen (18 %)

 - Neurodermitis (11 %)

 - Visuelle Wahrnehmungsstörungen (8 %)

 - Allgemeine Entwicklungsstörungen (6%)

Die Früherkennungsuntersuchungen bis zur U7 wurden in den letzten Jahren häufiger in Anspruch genommen. Der Anteil der Kinder mit U7 stieg von 94,5 % in 2009 (Beginn des Zentralen Einladungs- und Rückmeldewesens) auf 97,0% im Jahr 2015.

Ein Viertel der untersuchten Kinder wurde durch den KJGD in einem Betreuungscontrolling aufgenommen, d.h. weiter in der Entwicklung beobachtet bzw. begleitet. Der Bedarf für die Aufnahme in das Betreuungscontrolling war bei Kindern aus sozial benachteiligten Familien mehr als doppelt so hoch, als bei Kindern aus Familien mit erwerbstätigen Eltern (50 % vs. 22 %). Kinder nicht erwerbstätiger Eltern haben insgesamt mit knapp 20% einen 2,3-fach höheren Handlungsbedarf.

Weitere Informationen zur Gesundheit von Kleinkindern und zur Gesundheit von Jugendlichen im Land Brandenburg, beispielsweise zu Unfällen bzw. zum Impfstatus erhalten Sie über die Gesundheitsplattform.  Eine Fachexpertise zur „Untersuchung von Kindern im Alter von 30 bis 42 Monaten 2014/2015“ wird in Kürze im Downloadbereich der Gesundheitsplattform zur Verfügung stehen.

 

Kontakt

LAVG, Abteilung Gesundheit
Dezernat G2

Dr. Christian Friedrich

Wünsdorfer Platz 3
15806 Zossen OT Wünsdorf

Tel.: 0331/ 8683-831
Fax: 0331/ 8683-848
E-Mail:
Christian.Friedrich
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