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GDA MSE

Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes führen seit Jahren die Statistiken mit krankheitsbedingten Fehltagen an. Als besondere Gefährdungs- und Einflussfaktoren dieser Erkrankungen konnte ein ganzes Spektrum beruflicher Belastungen identifiziert werden, das von körperlich schwerer Arbeit über repetitive Belastung durch manuelle Arbeitsprozesse und andauerndem Arbeiten in Zwangshaltungen, bis Bewegungsmangel und/oder einseitigen Belastungen sowie Belastungen durch Ganzkörper- und Hand-Arm-Vibration reicht. Besonders gravierende, gesundheitliche Auswirkungen sind möglich, wenn diese körperlichen Belastungen mit hohen arbeitsbedingten psychischen Risikofaktoren wie z. B. Zeit- oder Leistungsdruck in Kombination mit eingeschränktem Handlungsspielraum einhergehen. Daten der Krankenkassen liefern seit 2010 differenziertere Informationen über die ausgeübte Tätigkeit und können Hinweise auf besonders belastete Berufsgruppen bzw. Schwerpunktbranchen geben.

In Betrieben der Schwerpunktbranchen sollen die Präventionskultur entwickelt, Führungskräfte für Arbeits- und Gesundheitsschutz sensibilisiert und die Gesundheitskompetenz der Beschäftigten zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen gefördert werden. Der einzelne Betrieb wird u. a. angehalten, eine angemessene Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, die insbesondere physische und psychische Belastungen berücksichtigt. Er hat notwendige belastungsmindernde Maßnahmen umzusetzen und damit Arbeitsplätze und/oder Arbeitsabläufe ergonomischer zu gestalten. Sind entsprechende Vibrationsbelastungen und wesentlich erhöhte körperliche Belastungen unvermeidbar, muss arbeitsmedizinische Vorsorge organisiert werden. Beschäftigte mit hohen oder wesentlich erhöhten physischen Belastungen werden auf berufstypische Gesundheitsrisiken und gesundheitsgerechtes Verhalten hingewiesen. Sie erhalten und nutzen kontinuierlich Angebote zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Mit dem Online-Portal www.GDAbewegt.de wird eine über das Jahr 2018 hinaus bundesweit nutzbare Internetplattform geschaffen, in der alle Zielgruppen das für sie passende Produkt, die für sie nutzbaren Informationen zum Thema „Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen“ finden können.

Das GDA-Arbeitsprogramm MSE ist branchenübergreifend angelegt und zielt insbesondere auf die Vermeidung bzw. Minderung von Fehlbelastungen in ausgewählten Schwerpunktbereichen. Es ist auf die Arbeitsbedingungen in kleinen und mittleren Betrieben fokussiert.

Ansprechpartnerin in Brandenburg:
Karin Schultz, LAVG, Zentrale Dienste
karin.schultz@lavg.brandenburg.de