LAVG

Bereiche

Abteilung Arbeitsschutz
Wir über uns

Themen

Publikationen

Service

Weitere Arbeitsschutzakteure

GDA Orga

Die Basis für sichere und gesunde Arbeitsplätze ist eine gut funktionierende betriebliche Arbeitsschutzorganisation. Erfahrungen mit betrieblichen Arbeitsschutzmanagementsystemen (AMS) haben bestätigt, dass die Verbesserung der Qualität der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation die Wahrscheinlichkeit für Arbeitsunfälle deutlich reduziert. Die Arbeitsschutzorganisation ist aber nur dann wirksam, wenn wesentliche Elemente des Arbeitsschutzes selbstverständliche Bestandteile betrieblicher Prozesse und Entscheidungen sind, Sicherheit und Gesundheitsschutz in die betrieblichen Organisationsstrukturen integriert sind. Der Umsetzungsstand in den Betrieben ist jedoch unterschiedlich und wesentlich von der Betriebsgröße abhängig. Während große Betriebe in der Regel einen Vorteil in der systematischen Durchführung des Arbeitsschutzes sehen, ist diese Thematik in kleinen und mittleren Betrieben (KMU) häufig noch nicht im ausreichenden Umfang ins Bewusstsein gerückt. Teilweise haben die Betriebe den Status ihrer Arbeitsschutzorganisation noch nicht mit den gesetzlichen Anforderungen abgeglichen oder der Status wird aufgrund der vermeintlich positiven betrieblichen Situation (z. B. wenig Arbeitsunfälle) als ausreichend erachtet. Eine weitere, essentielle Basis für sichere und gesunde Arbeitsplätze ist die Qualität der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung (GB). Allerdings wird die Gefährdungsbeurteilung trotz klarer gesetzlicher Verpflichtung insbesondere in kleineren Betrieben noch nicht oder auch nicht in der erforderlichen Tiefe durchgeführt.

Wesentliches Ziel von ORGA ist die Steigerung der Anzahl der Betriebe, die über eine effektive Arbeitsschutzorganisation und eine qualitativ hochwertige und aktuelle Gefährdungsbeurteilung verfügen, sowie die Steigerung der Anzahl der Betriebe, die ein von den Arbeitsschutzbehörden bzw. den Unfallversicherungsträgern auf der Basis des „Nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme“ anerkanntes betriebliches AMS eingeführt haben.

Im Fokus der Besichtigungsaktivitäten nach der Pilotierung stehen insbesondere Betriebe ab 10 bis 250 Beschäftigte. Im Laufe der Besichtigungstätigkeit soll durch gezieltes Aufsichtshandeln und eindeutige Interventionsmaßnahmen die Anzahl der Betriebe erhöht werden, bei denen:

  • (sofern erforderlich) Arbeitgeberpflichten schriftlich übertragen wurden,
  • ein schriftlicher Bericht des Betriebsarztes vorliegt,
  • ein schriftlicher Bericht der Fachkraft für Arbeitssicherheit vorliegt,
  • Arbeitgeber/Verantwortliche in den Prozess der GB integriert sind,
  • die Ermittlung psychischer Belastungen geregelt ist,
  • die Beschäftigten in die Organisation und den Prozess der GB einbezogen werden,
  • sich die Unterweisungen auf den Arbeitsplatz oder die Tätigkeit beziehen,
  • zusätzlich zur effektiven Arbeitsschutzorganisation gesundheitsförderliche Maßnahmen angeboten werden,
  • ein von den Arbeitsschutzbehörden bzw. den Unfallversicherungsträgern auf der Basis des „Nationalen Leitfadens für Arbeitsschutzmanagementsysteme“ anerkanntes betriebliches AMS eingeführt werden soll.

Als Begleitprozesse sind regionale Informationsveranstaltungen geplant. Weitere Fortbildungsseminare für betriebliche und außerbetriebliche Arbeitsschutzakteure, Kammern, Innungen sowie andere Interessengruppen werden zur Bekanntmachung des GDA-Arbeitsprogramms ORGA genutzt. Zur Vorbereitung auf die Betriebsbesichtigungen erhalten die Arbeitgeber die Möglichkeit, sich über das Onlinetool www.gda-orgacheck.de mit ausgewählten Inhalten der Betriebsbesichtigung vertraut zu machen.
Im Rahmen von ORGA werden von 2014 – 2016 in Brandenburg insgesamt 726 Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten einbezogen. Die Besichtigung der Betriebe erfolgt grundsätzlich durch eine vollständige Systemkontrolle.

Ansprechpartnerin in Brandenburg:
Iris Eberth, MASGF, Referat 35
iris.eberth@masgf.brandenburg.de