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Strahlenschutz

Ziel des Strahlenschutzes ist es, insbesondere den Menschen vor den unerwünschten Folgen der Strahlung zu schützen. Dabei wird je nach der Energie, die der Strahlung zugeordnet werden kann, zwischen dem Schutz vor ionisierender Strahlung und nichtionisierender Strahlung unterschieden.

Schutz vor ionisierender Strahlung

Innerhalb der Europäischen Union wurde ein restriktives Regelwerk aufgebaut, um die sichere Nutzung ionisierender Strahlung zu gewährleisten. In Deutschland ist dieses Regelwerk durch die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und die Röntgenverordnung (RöV) umgesetzt worden. Diese beiden Verordnungen, die auf dem Atomgesetz (AtG) beruhen, regeln "Tätigkeiten" (Umgang mit radioaktiven Stoffen und Betrieb von Anlagen), "Arbeiten" (Handlungen mit natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen) und die Anwendung von Röntgenstrahlen.

Schutz vor nichtionisierender Strahlung

Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) ist die zuständige Behörde für die Einhaltung der Vorschriften aus dem Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSG) und der darauf gestützten Rechtsverordnungen. Das Gesetz regelt den Schutz und die Vorsorge im Hinblick auf schädliche Wirkungen nichtionisierender Strahlung, die durch die Anwendung am Menschen verursacht werden können. Normadressat ist hier nicht der Arbeitgeber, sondern der Betreiber der Anlage. Bei den Überwachungstätigkeiten werden Anlagen und deren Betrieb auf Einhaltung der Rechtsvorschriften hin überprüft.

Sollte die Notwendigkeit bestehen, kann das LAVG Maßnahmen anordnen, die zur Erfüllung der Pflichten des Betreibers der Anlage zu ergreifen sind. Auch der Betrieb der Anlage kann untersagt werden. Darüber hinaus werden Ordnungswidrigkeiten verfolgt und geahndet.

Für die Entscheidung über Anträge und Bekanntgabe von Prüfstellen nach § 6a NiSG ist das Referat 35 „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, Produktsicherheit“ im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zuständig. Als erste Verordnung zum NiSG wurde die UV-Schutzverordnung (UVSV) erlassen. Die UVSV gilt für den Betrieb von UV-Bestrahlungsgeräten, die zu kosmetischen Zwecken oder für sonstige Anwendungen am Menschen außerhalb der Heil- oder Zahnheilkunde gewerblich oder im Rahmen sonstiger wirtschaftlicher Unternehmungen eingesetzt werden. Dem Betreiber der Anlage obliegt der Nachweis, dass er die Anforderungen der UVSV erfüllt.

Das LAVG überwacht den Betrieb von UV-Bestrahlungsgeräten mittels Überprüfung der Einhaltung von Grenzwerten, Funktionsprüfung der Sicherheitseinrichtungen, Erfüllung der Anforderungen an das eingesetzte Personal sowie Überprüfung der Einhaltung von Dokumentations- und Informationspflichten. Darüber hinaus erfolgt auf Antrag die Anerkennung gleichwertiger Qualifikationen aus anderen EU- und EWR-Staaten. Die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten liegt ebenfalls im Zuständigkeitsbereich des LAVG.

Zuständig für Fragen zum Strahlenschutz ist im Land Brandenburg das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG).

Weitere Informationen:

Informationen der BAuA zu optischer Strahlung

Zugelassene Sachverständige im Land BB

Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit bestimmt Sachverständige, die im Land Brandenburg Überprüfungen nach der Röntgen- und Strahlenschutzverordnung durchführen dürfen. Sie prüfen

  • Röntgengeräte
  • Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen
  • Bestrahlungsvorrichtungen und Geräte für die Gammaradiographie sowie
  • die Dichtheit von Strahlenquellen

Liste der im Land Brandenburg zugelassenen Sachverständigen (11/2017)