Kernkraftwerk Rheinsberg / Entsorgung der radioaktiven Reststoffe

Beim Rückbau des KKR fallen neben dem Kernbrennstoff etwa 341.000 Mg Reststoffe an, die im Einklang mit den bestehenden atomrechtlichen und abfallrechtlichen Gesetzen und Bestimmungen entsorgt werden.

Der größte Teil dieser radioaktiven Stoffe sowie beweglichen Gegenstände, Gebäude, Bodenflächen, Anlagen oder Anlagenteile kann in den allgemeinen Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist die Freigabe nach § 29 StrlSchV und der Nachweis der Einhaltung der im behördlichen Freigabebescheid festgelegten Freigabewerte. 
Dazu müssen alle freizugebenden Materialien, Gebäude und Bodenflächen ein, in der betrieblichen Freimessordnung, festgeschriebenes Freimessverfahren durchlaufen. Dieses schließt mit der behördlichen Bestätigung der Übereinstimmung mit den Anforderungen des Freigabebescheides nach § 29 Abs. 3 StrlSchV ab. Im Ergebnis sind die radioaktiven Stoffe sowie beweglichen Gegenstände, Gebäude, Bodenflächen, Anlagen oder Anlagenteile als nichtradioaktive Stoffe aus der atomrechtlichen Bindung entlassen und können verwendet, verwertet, beseitigt oder an Dritte weitergegeben werden.

Das im KKR auf Grund seiner Geometrie oder der erforderlichen Behandlungen nicht freimessbare Material wird zum Zwischenlager Nord (ZLN) transportiert. Das ZLN befindet sich am Standort des Kernkraftwerkes Greifswald der Energiewerke Nord GmbH. Es dient beiden Kraftwerken als Zwischenlager sowie als Konditionierungsstation. Dort wird das Material mit dem Ziel der anschließenden Freimessung bearbeitet. Die danach auf Grund ihrer Aktivität nicht freimessbaren Stoffe werden als radioaktiver Abfall zum Abklingen oder bis zu ihrer späteren Ablieferung an ein Bundesendlager zwischengelagert.

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Kontakt

Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit
Dezernat V4-Strahlenschutz
Gabriele Harnisch
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E-Mail:Gabriele Harnisch